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Misstrauen

Die Menschen hierzulande haben kein Vertrauen in die Zukunft und kein Zutrauen zu sich selbst. Zollbarrieren, Kündigungsschutz - all diese Formen des Verbarrikadierens belegen das starre Festhalten am Bekannten und Vertrauten, weil man von der Zukunft nichts erwartet: Es kommt nichts Besseres nach! Das ist das Motto aller, die sich von vorne herein als Verlierer des Wandels sehen und sich deshalb vehement gegen jede Veränderung stemmen. Und in der Tat: Man tut sich manchmal wirklich schwer, zu erkennen, wo die Verbesserungen liegen mögen. Jeden Tag vernichten wir Jobs in alten Industriezweigen oder der Landwirtschaft, ruinieren Existenzen und kommen nicht damit hinterher, neue Gelegenheiten zu kreieren - aus Angst vor möglichen Gefahren und Risiken. Und die Menschen? Wenn man sich nicht zutraut, die Herausforderungen des Lebens zu meistern, dann hält man an dem fest, was man kennt, kämpft für das Privileg des Stillstandes, damit alles so bleibt, wie es ist, und man sich selbst nicht verändern muss.