LokalesBlockupy contra OccupySonntag, den 13. Mai 2012 um 07:54 Uhr Seit Monaten campieren Kapitalismus-Gegner auf einer Grünfläche vor der Europäischen Zentralbank. Sie wollen damit gegen die Macht der Banken ein Zeichen setzen und hoffen, politischen Druck zu erzeugen, um die Finanzbranche an die Kette legen zu können. Eine Großstadt wie Frankfurt, die weltoffen und liberal sein will, muss es ertragen, wenn eine Gruppe von Protestlern von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch macht – auch wenn die Aktivisten das für ein Happening ausnutzen und damit in den Augen einiger Bürger ihr Recht überstrapazieren.Aber das Versammlungs- und Demonstrationsrecht ist unverzichtbar, und liberal gesonnene Menschen sollten dieses Bürgerrecht, gerade dann, wenn sie selbst es gegenwärtig nicht brauchen, hochhalten. Mehr oder weniger spontane gewaltfreie Versammlungen unter freiem Himmel sind Ausdruck bürgerlicher Freiheit und einer gewissen Distanz zur formalen gesellschaftlichen Organisation. Das ist das Schöne an der Demokratie: dass jeder anderer Meinung sein darf und es – auch auf unorthodoxe Weise – zum Ausdruck bringen kann! Obrigkeitlich organisierte Massenversammlungen, die „ordentlich“ abliefen, hatten wir in Deutschland mehr als genug. Da kam – es sei mal dran erinnert – wenig Gutes bei raus. Gestern war Demo - Occupy FrankfurtSonntag, den 16. Oktober 2011 um 18:45 Uhr In Frankfurt gingen gestern 5000 Leute auf die Straße. Vor der Europäischen Zentralbank protestierten sie gegen die Macht der Banken, gegen die Macht der Wenigen, die mit ihrem Geld alles beherrschen. Vorbild für die Aktion in Mainhattan war – wie könnte es anders sein – die Wall Street in Manhattan: Occupy Wall Street lautet seit einigen Wochen der Schlachtruf einer Kritiker-Bewegung, die gegen Obrigkeit und Finanzsystem ankämpft. In New York hat der Protest etwas spielerisches, improvisiertes, Spontanes. Und in Frankfurt waren die Initiatoren zumindest überrascht von der großen Zahl der Demonstranten und Sympathisanten, die an einem Samstagmittag in die Innenstadt kamen.Recht und RacheSonntag, den 07. August 2011 um 18:48 Uhr Magnus Gäfgen, der Kindermörder, erhält eine Entschädigung wegen der Androhung von Folter während seines Verhörs. So hat ein Gericht in der letzten Woche entschieden. Die meisten Leute, mit denen ich darüber gesprochen habe, waren fassungslos, entsetzt, verbittert ... Aber wir sollten nicht vergessen zu unterscheiden zwischen Recht und Rache.Zu Ostern 2011Sonntag, den 24. April 2011 um 00:00 Uhr Ostern ist ja bekanntlich das Fest der Fundstücke. Und deshalb habe ich heute ein paar intellektuelle – so bilde ich mir zumindest ein – Ostereier zusammengesucht.
Gestern am WahlkampfstandSonntag, den 27. Februar 2011 um 18:34 Uhr In Hessen ist bekanntlich Kommunalwahlkampf, und deshalb stehen auf Plätzen und Straßen wieder bunte Zeltpavillons, verwickeln einem wildfremde Menschen in Gespräche über die örtliche Politik oder verteilen Parteibroschüren und nette kleine Aufmerksamkeiten (aber keine Wahlgeschenke). Wahlkampfstände belegen jedoch nicht nur die Gesinnung der dort tätigen Politiker, sie geben auch einen tiefen Einblick in Volkes Seele und wie die so tickt. Deshalb hier zwei Anekdoten: Gestern am Wahlkampfstand! Freie Fahrt für freie BürgerSonntag, den 05. Dezember 2010 um 00:00 Uhr In Fußgängerzonen realisieren manche Radfahrer genau die Lebensweise der „Freien Fahrt für freie Bürger“ in der Variante ohne Benzindämpfe und PS. Besonders perfide wirkt die vermeintlich ökologisch korrekte Raserei dann, wenn die, die lautstark gegen den Geschwindigkeitsrausch auf der Autobahn wettern, selbst hemmungslos durch die Fußgängerzone brettern. Umweltfreundlich mag diese Form des Ortswechsels ja sein, Nerven schonend für die Fußgänger ist sie nicht. Und diese Form der Treibjagd zeugt allemal nicht von gutem Benehmen und zivilisierten Manieren. EmporkömmlingSonntag, den 02. Mai 2010 um 13:02 Uhr
Der 1. Mai bedeutet in Frankfurt Verkehrschaos in der ganzen Stadt und Begeisterung der Massen. Es ist Radrennen rund um den Henninger Turm. Doch, halt: Henninger ist nur noch eine traurige Erinnerung an vergessene Zeiten (und ein bisschen Marketing!). Und der Henninger Turm ist eine öde Halbruine, die verlassen auf einer Brachfläche auf neue, glorreiche Zeiten in angenehmer Gesellschaft schöner Häuser hofft. Kein Schwein gehabtSonntag, den 05. Juli 2009 um 00:00 Uhr
Gelegentlich muss ich mir vorhalten lassen, dass meine Sonntagskommentare unrealistisch geschmacklos seien. So was kann ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen und suche seitdem nach extremen Beispielen für wahrhaftige Geschmacksverirrungen. Da die Realität häufig Geschichten schreibt, die man sich als Autor kaum auszumalen getraut, bin ich schließlich fündig geworden. Hier nun eine Geschmacklosigkeit, die einen absolut realistischen Kern aufweist! Wenn ich Restaurant-Kritiker wäre und für ein Gourmet-Magazin schriebe, müsste das in der Rubrik „Reingewürgt“ erscheinen. Laterne, LaterneSonntag, den 01. März 2009 um 15:05 Uhr
Liebe Freunde und Bekannte, manchmal gibt es kleine Geschichten, wie sie das Leben so schreibt. Hier eine davon. Möge ein jeder sich seinen Reim darauf machen – oder auch nicht. Seite 1 von 2 << Start < Zurück 1 2 Weiter > Ende >> |
